Süßes oder Saures

„Süßes oder Saures?“, ist DIE Frage an Halloween. In Gruppen ziehen Kinder verkleidet von Haus zu Haus. Sie erwarten von den Bewohnern kleine Gaben meist in Form von Süßigkeiten. Der Brauch geht auf die mittelalterliche Tradition zurück, den Armen zu Allerheiligen eine Kleinigkeit zu geben. Die versprachen im Gegenzug, für die verstorbenen Seelen zu beten. Heute ist es üblich, den Kindern Süßigkeiten in die Taschen zu stecken. Tut man dies nicht, riskiert man, dass das Haus mit Eiern oder Tomaten beworfen wird. Um jeglichen Ärger zu vermeiden, kann man seine süßsaure Party auch Zuhause veranstalten: Freunde und Bekannte sollen Zelte und Decken mitbringen. Im Garten wird ein großes Zeltdorf errichtet. Sobald es dunkel ist, ziehen die Kinder von Zelt zu Zelt oder von Raum zu Raum in der Wohnung. Damit es spannend bleibt, wird per Flaschendrehen ausgelost, welches Kind dran ist.

Wer sich doch für den traditionellen Weg entscheidet, kann die Süßes oder Saures-Tour auch zu einer Spendensammlung machen. Eine Aufsichtsperson begeleitet die Kinder, die neben ein paar Süßigkeiten Geld für einen guten Zweck sammeln. Wenn es an der eigenen Tür läutet, freuen sich die Eltern, wenn statt überzuckerter Süßigkeiten selbstgemachte Kekse, Obst oder Honigplätzchen in die Kinderhände wandern.

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