
Gib Ihnen Saures
Allerheiligen? Super Party! Mit Kürbis-Fratzen, fetten Spinnenweben und Blut in Strömen. Diese Party heißt zwar nicht Allerheiligen, sondern Halloween - aber sie fällt in die gleiche trübe Zeit. Eine schaurig-schöne Verkleidungs-Party garantiert da einen Lichtblick.
In der Nacht vom 31. Oktober auf 1. November wird das Grusel-Fest vor allem in Nordamerika, Großbritannien, Irland und Australien gefeiert. Über US-amerikanische TV-Serien und Filme wurde das Phänomen nach Kontinentaleuropa importiert. Zehn Jahre ist es her, dass die ersten Halloweenparties auch in Deutschland stiegen. Als Erste haben Kinder die Gelegenheit genutzt, um abzusahnen. Damals stießen die umherziehenden Kleinen, die „Süßes oder Saures“ riefen, noch auf Erstaunen. Heute haben die meisten begriffen, dass sie für die Zwerge besser Süßigkeiten bereit halten – sonst gibt’s Zahnpasta unter die Türklinke oder Schlimmeres.
Auch für die Großen bietet die hippe Version des Karnevals die Chance, mal so richtig die Party-Sau oder eben den Henker rauszulassen. Damit der Halloween-Abend auch so ein Kracher, aber nicht annähernd so teuer wird, wie Heidi Klums legendäre Parties in New York und Los Angeles: ein paar Tipps von Invyte.de.
Angeberwissen für den Smalltalk: Die gruselige Vergangenheit
Vor dem Partyspaß noch ein wenig Bildung: Bei den Christen ist Allerheiligen eine ernste Angelegenheit. An diesem Tag wird aller Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen gedacht. Die Gräber auf den Friedhöfen werden von den Angehörigen geschmückt, bei Katholiken wird das "Seelenlicht" entzündet, das auch noch am darauffolgenden Allerseelentag leuchtet. Es ist das Symbol des "Ewigen Lichtes", das den Verstorbenen leuchtet.
Ebenso ernst sind die Ursprünge von Halloween. Der Name stammt vermutlich von einer alten Bezeichnung für Allerheiligen: Aus „All Hallow’s Evening“ wurde im Laufe der Zeit „Halloween“.Das Fest wird auf keltische Traditionen zurück geführt: Am 1. November ist der keltische Neujahrstag, Samhain. Damit wurde in vorchristlicher Zeit zugleich das Ende des Sommers gefeiert.
Die Party, der Kürbis und das Nachspiel
Die Kelten wussten, zu Feiern. Und wir machen es nach: Die heutigen Halloween-Parties leben von ausgefallenen Verkleidungen und Partyspielen. Damit sind nicht Apfelsinen-Tanz und gekauftes Vampir-Kostüm gemeint. Es gilt die Parole: Originell statt teuer. Die Gäste sollen die Verkleidungen lieber selbst machen, als kaufen. Ein paar Teile von Omas Dachboden oder aus Second-Hand Läden kombiniert mit Perücken und Schminke sind meist viel lustiger. Alleine die Suche nach einem gruseligen Kostüm kann sehr erheiternd sein. Wie wär´s mit „verrückter Physiker“ oder „amoklaufender Streber“? Vielleicht gibt’s ja auch noch ein schauderhaftes Vorbild aus der Nachbarschaft?
Bei der Deko setzt man am Besten auf reduziertes schwarz-weiß Design mit großen Tischdecken. Eine einfache und günstige Beleuchtung für Gruft-Atmosphäre: Einmachgläser mit rotem Seidenpapier umwickeln und ein Teelicht hinein stellen. Vor der Haustür können Grablichter aus dem Supermarkt den Weg leuchten. Ein Muss sind ein oder mehrere ausgehöhlte Kürbisse, in die Fratzen geschnitzt werden. Innen leuchtet eine Kerze. In Amerika heißt der Kürbis Jack o’ Latern. Am Besten kauft man gleich ein paar Kürbisse mehr. Denn eine Kürbissuppe eignet sich hervorragend als Party-Grundlage.
Fruchtige Bowlen färbt man mit Traubensaft blutrot. Ein echter Kreischer sind eiskalte Händchen, die in dem Hochprozentigen schwimmen. Dafür werden Stunden vor der Party Einmal-Gummi-Handschuhe mit Wasser ins Eisfach gelegt. Wenn sie gefroren sind, den Handschuh abziehen und das Händchen in die Bowle flutschen lassen.
Wer auf Klassiker wie Mutanten Ameisen (12er Pack Euro) oder Leopardenspinnen (3,29 Euro) nicht verzichten will, findet sie unter party-extra. Bevor man aber mit viel Aufwand künstliche Spinnennetze bastelt, steckt man die Energie besser in die Organisation von zwei oder drei Partyspielen. Das bringt garantiert mehr Stimmung.
Beim Abschied gibt’s für die Gäste gleich die nächste Einladung: Zum Aufräumen am nächsten Tag und einen schaurig-schönen DVD-Abend.




